Deutschlandhalle Aktiengesellschaft Berlin-Charlottenburg

Die Gesellschaft

Die Gesellschaft wurde am 28.11.1934 gegründet. An dieser Gründung waren zahlreiche Gesellschaften aus der deutschen Wirtschaft beteiligt - wie:

              Deutsche Bank,

              Disconto-Gesellschaft,

              Dresdner Bank,

              Wanderer Werke,

              Continental-Gummi-Werke,

              Dürrkoppwerke u.v.a.m.

 

Zweck der Gesellschaft war die Pflege und Förderung des deutschen Sports in allen seinen Zweigen sowie die Veranstaltung von Darbietungen, welche dem Bedürfnis nach körperlicher Ertüchtigung und Erholung dienten, außerdem die Abhaltung von Veranstaltungen auf volksbildenden und volkserzieherischem Gebiete und sonstiger Ausnutzung der vorhandenen Baulichkeiten und Einrichtungen dienender Veranstaltungen.

 

Der Bau der Halle wurde 1935 begonnen und in nur 9 Monaten fertiggestellt. Die Eröffnung selbst fand am 29.11.1935 statt.

 

Bei einem Luftangriff am 16. Januar 1943 traf eine Brandbombe das Dach der vollbesetzten Halle. Weder Menschen noch Tiere kamen zu Schaden, aber die Deutschlandhalle wurde zerstört.

 

Die Hauptversammlung beschloß am 31.07.1943 die Liquidation des Unternehmens, weil ein Wiederaufbau der zerstörten Deutschlandhalle vorerst unmöglich war. Die Aktionäre erhielten immerhin den vollen Nennbetrag ihrer Aktien zurück.

 

Die Rechte aus dem Erbpachtvertrag mit der Stadt Berlin wurden an eine reichseigene Gesellschaft veräußert und die Ansprüche wegen der  Entschädigung gegen das Reich an diese Gesellschaft abgetreten. Die Liquidation trat am 01.07.1943 in Kraft. Zum Liquidator wurde der bisherige Generaldirektor Franz Ohrtmann ernannt. Die Altgesellschaft wurde 1957 von Amts wegen gelöscht. 1956 wurde eine Nachfolgegesellschaft gegründet, diese ab 1966 als GmbH.

 

Der Beschluss von 1949 zum Wiederaufbau der Halle konnte erst Mitte der 1950er Jahre ausgeführt werden, als die Finanzierung gesichert war. Am 19. Oktober 1957 fand die Wiedereröffnung statt. Während die Innenraumgestaltung dem ursprünglichen Zustand sehr ähnlich blieb, wurde der Eingangsbereich umgestaltet. Eine völlig neue freitragende Dachkonstruktion aus Spannbeton bereitete später wiederholt Probleme. Nachdem das Dach der Berliner Kongresshalle eingestürzt war, wurde die Deutschlandhalle im Sommer 1980 deshalb vorsorglich kurzzeitig gesperrt.

 

Am 27. Mai 2008 beschloss der Berliner Senat die Deutschlandhalle abzureißen und den Neubau einer Eishalle nahe der Glockenturmstraße zu errichten. Nachdem der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf zwischenzeitlich versucht hatte, den Abriss zu verhindern, zog der Berliner Senat das Verfahren an sich und genehmigte im November 2010 den Abriss. Ein Markstein der Abrissarbeiten war die Sprengung des Daches am 3. Dezember 2011. Bis 2014 wurde auf dem Gelände eine neue Messe- und Kongresshalle, der "CityCube Berlin" (Link) gebaut, die am 5. Mai 2014 eröffnet wurde. Die Baukosten werden mit 65 Millionen Euro veranschlagt. Dieser 20.000 Quadratmeter große Bau mit zwei Geschossen hat das Kongressgeschäft aufgenommen, weil das asbestbelastete ICC saniert werden soll … aber auch im Nov. 2018 ist immer noch nicht klar, was nun tatsächlich aus dem ICC werden soll.

 

 

Die Deutschlandhalle AG ist sicherlich keine typische Immobilien Gesellschaft. Aber auch das Gebäude hat lange Zeit das Stadtbild mit geprägt.

 

 

Stadtpläne und Bilder

Literatur- und Quellennachweis:

 

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Klinke & Co., Industrie-Fotografen

 

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Pharus-Pläne, Nachdrucke

Scharnhorststraße 25, 10115 Berlin – Webseite www.pharus.eu

 

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