Deutsche Wohnen / GEHAG / RSE / WCM

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Wegfall der Gemeinnützigkeit

Der Grund für das Engagement bzw. den Erwerb von privaten Unternehmen bzw. Persönlichkeiten bei ehemals gemeinnützigen Wohnungsunternehmen war die Abschaffung der Gemeinnützigkeit zum 01.01.1990 Der Wert der Immobilien, die in den Bilanzen in der Regel auf einen ganz geringen Wert abgeschrieben waren, konnten auf einen Teilwert „hochgeschrieben" werden, Verkaufserlöse waren bis zur Höhe des neuen Teilwertes steuerfrei.

 

Ein gutes Beispiel ist die Gladbacher Aktien-Baugesellschaft . Hier wurden bei dem Fortfall der Gemeinnützigkeit in den 1990er Jahren stille Reserven von mehreren 100 Mio. DM aufgelöst, als die „GAB" in den WCM-Konzern aufging (DWA Auktion am 10.12.2011, Los Nr. 667).

 

 

 

Deutsche Wohnen AG

1996 - Gründung als Teil des Deutsche Bank-Konzerns unter dem Namen Kera Beteiligungs AG, die Gesellschaft war noch nicht operativ tätig

 

1998/99 Umfirmierung der Gesellschaft in Deutsche Wohnen AG und Aufnahme der operativen Geschäftstätigkeit. Erwerb der Wohnungsbestände der ehemaligen Hoechst AG und des Heimstätten Rheinland-Pfalz-Konzerns

 

1999 – Platzierung sämtlicher Aktien am geregelten Markt der Börse Luxemburg für private und institutionelle Anleger

 

2006 – bilanzielle Entflechtung der Deutschen Wohnen AG aus dem Deutsche Bank-Konzern, Aufhebung des Beherrschungsvertrages mit Wirkung zum 30.06.2006; alle Aktien der Gesellschaft werden in der Frankfurter Börse eingeführt.

 

2007 - Ankauf der GEHAG-Gruppe für rd. 535 Mio. € durch die Deutsche Wohnen AG;

gleichzeitig Übernahme von rd. 25 % der Deutsche Wohnen AG durch den Oaktree-Fonds

 

2009 - Kapitalerhöhung mit einem Nettoemissionserlös von rd. 236,5 Mio €.

 

 

GEHAG-Gruppe

1924 - Gründung der GEHAG Gemeinnützige Heimstätten-Spar- u. Bau-Aktiengesellschaft Berlin (Link)

 

1952 - Gesellschafter werden mit je 33 %

die Deutsche Angestellten Gewerkschaft,

der Deutsche Gewerkschaftsbund

sowie das Land Berlin

 

1997 - Der eigene Wohnungsbestand der GEHAG umfasste in diesem Jahr noch 33.624 Wohnungen

 

1998 - Mit Wirkung vom 04.12.1998 wurde die Anteile der Gewerkschaften sowie 2/3 des Anteils des Landes Berlin an die RSE Holding GmbH & Co. KG verkauft. An dieser Gesellschaft war die Rinteln Stadthagener Eisenbahngrundbesitz und Beteiligungs-AG (RSE) mit 85 % und die Hamburgische Landesbank mit 15 % beteiligt. Die Holding hielt 74,98 % der Anteile, während 25 % und eine Aktie beim Land Berlin verblieben.

 

2000 - Übernahme der Aktienmehrheit an der RSE Grundbesitz und Beteiligungs-AG durch die WCM Beteiligungs- Beteiligungs- und Grundbesitz-AG.

Neben der HH-Landesbank (HSH Nordbank) war die RSE-AG wiederum Hauptgesellschafterin der GEHAG Holding Verwaltungs GmbH

und diese wiederum – neben dem Land Berlin - Hauptaktionärin der GEHAG AG

 

2004 - Die HSH Nordbank erwirbt die Mehrheit der Anteile der GEHAG GmbH von der WCM Beteiligungs- Beteiligungs- und Grundbesitz-AG und wird damit Mehrheitsgesellschafterin neben dem Land Berlin mit einer (Alibi-) Aktie

 

2005Oaktree Capital Management LLC übernimmt im Auftrag zweier Fonds 85 % der GEHAG GmbH von der HSH Nordbank

2006 - Per 31.12.2006 besitzt die GEHAG nur noch rd. 27.400 Wohnungen.

 

2007 - Verkauf der GEHAG-Gruppe für rd. 535 Mio. € an die Deutsche Wohnen AG.

 

Die GEHAG-Gruppe hat innerhalb von nur knapp 10 Jahren fünf mal den Eigentümer gewechselt. Zu hoffen ist, dass durch den Erwerb durch die Deutsche Wohnen AG ein Investor engagiert ist, der an einem dauerhaften, längerfristigen Engagement interessiert ist.

 

 

RSE

1898 - Gründung der Rinteln-Stadthagener Eisenbahn-Gesellschaft

 

1994 - Erwerb des Aktiengesellschafts-Mantels der Rinteln-Stadthagener Eisenbahn-Gesellschaft durch Hamburger Kaufmann Dr. Lutz R. Ristow; er ist seit 1995 Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft

 

1995 - RSE Grundbesitz und Beteiligungs-AG

 

1998 - Mit Wirkung vom 04.12.1998 wurde die Anteile der Gewerkschaften sowie 2/3 des Anteils des Landes Berlin an die RSE Holding GmbH & Co. KG verkauft. An dieser Gesellschaft war die Rinteln Stadthagener Eisenbahngrundbesitz und Beteiligungs-AG (RSE) mit 85 % und die hamburgische Landesbank mit 15 % beteiligt. Die Holding hielt 74,98 % der Anteile, während 25 % und eine Aktie beim Land Berlin verblieben.

 

2000 - Übernahme der Aktienmehrheit an der RSE Grundbesitz und Beteiligungs-AG durch die WCM.

              

2007 -  Die RSE AG gehört der Salzgitter-Gruppe und ist seit 2009 nicht mehr börsennotiert; der Aktienhandel wurde eingestellt.

 

2011 -  Die RSE Grundbesitz und Beteiligungs-AG ist jetzt eine Immobiliengesellschaft, deren Hauptgeschäftstätigkeit die Akquisition, das Management und der Wiederverkauf von Gewerbeimmobilien ist. Die Kernaufgabe der RSE und ihrer Konzerngesellschaften besteht in der Verwaltung und Entwicklung von derzeit drei Immobilienobjekten. Das Gewerbeimmobilien-Portfolio umfasst u.a. das Bürocenter „hillsite“ im Rhein-Main-Gebiet sowie das PHÖNIX Gründerzentrum im Gewerbepark „Am Borsigturm“ in Berlin. Darüber hinaus verwaltet die RSE Projektentwicklungsgesellschaft-GmbH, eine Tochtergesellschaft der Salzgitter AG, weitere Objekte in Mülheim und Hamburg.

 

 

WCM

Nach dem Erwerb des Aktiengesellschafts-Mantels ist Karl Ehlerding Hauptaktionär.

 

2000 - Übernahme der Aktienmehrheit an der RSE Grundbesitz und Beteiligungs-AG durch die WCM. Der Kredit an die WCM von der HH-Landesbank wurde teilweise gesichert durch die Abtretung von Aktien der RSE-AG.

Neben der HH-Landesbank war die RSE-AG wiederum Hauptgesellschafterin der GEHAG Holding Verwaltungs GmbH und diese wiederum – neben dem Land Berlin - Hauptaktionärin der GEHAG AG

 

2003 - Nach zwei Jahren mit starken Verlusten an der Börse leitete die WCM im Jahr 2003 eine Konsolidierungsphase ein. 2004 erfolgte die Neuausrichtung der Gesellschaft. WCM will sich aus dem Wohnimmobiliengeschäft zurückziehen.

 

2004 - Die HSH Nordbank erwirbt die Mehrheit der Anteile der GEHAG GmbH von der WCM Beteiligungs- Beteiligungs- und Grundbesitz-AG und wird damit Mehrheits-gesellschafterin neben dem Land Berlin mit einer (Alibi-) Aktie

Der Rest des Immobiliengeschäfts wird an den Finanzinvestor Blackstone verkauft.

 

2011 - In Zukunft sieht sich das Unternehmen als Industriekonzern im Markt für Spezialmaschinen und als führender Komplettanbieter für Abfüll- und Verpackungsanlagen für die Getränke- und Nicht-Getränkeindustrie.