Allein aus Berlin sind mir weit über 200 Immobiliengesellschaften bekannt (in erster Linie Aktiengesellschaften und Genossenschaften), von denen Wertpapiere am Sammlermarkt angeboten werden. Gerade zum Ende des 19ten und Beginn des 20ten Jahrhunderts wurde eine Vielzahl Gesellschaften gegründet, um am damaligen Immobilieboom zu partizipieren. Einige Gesellschaften, insbesondere Genossenschaften, existieren noch heute, viele Gesellschaften sind im Laufe der Zeit „untergegangen“, nachdem sie sehr erfolgreich Projekte entwickelt und Immobilien errichtet hatten. Aber einige Gesellschaften sind auch ganz schnell wieder vom Markt verschwunden, ohne tatsächlich wirtschaftlich aktiv zu werden. Wie in den Jahren nach der Wiedervereinigung zum Ende des 20 Jahrhunderts wurden schon damals über angeblich wertvolle Immobilien in erster Linie die Vermögen der Initiatoren vermehrt; die Anleger gingen oft leer aus. Es gibt eben immer wieder Menschen, die erst durch einen erlittenen Schaden klug werden wollen. Ein Schlaglicht auf die Immobilienspekulationen wirft Otto Glagau in seinem Buch "Der Börsen- und Gründungs-Schwindel in Berlin" aus 1876 (Reprint 1996 Antiquariat Wilhelm Hohmann, Stuttgart). Aus diesem Buch habe ich bei einigen Gesellschaften zitiert.

 

 

Der Bund Deutscher Bodenreformer:

 

Der Bund Deutscher Bodenreformer tritt dafür ein, daß der Boden, die Grundlage aller nationalen Existenz, unter ein Recht gestellt werde, das seinen Gebrauch als Werk- und Wohnstätte fördert, das jeden Mißbrauch mit ihm ausschließt, und das die Wertsteigerung, die er ohne die Arbeit des Einzelnen erhält, möglichst dem Volksganzen nutzbar macht.

Der Bund zählt und wirbt Freunde in allen politischen Parteien.