Meyer Cohn

Meyer Cohn war einer der grössten Financiers der Gründerzeit. Die Liste seiner Beteiligungen ist lang:

Actien-Bauverein Passage (Link)

Berliner Molkerei,

Berliner Makler-Verein (Link)

Gumbinnen Brauerei,

Tiergarten-Bauverein,

Reichsbank (Mitglied im Zentralausschuß der Anteilseigner).

 

Meyer Cohn war in der ersten Hälfte des 19. Jh. aus einfachen Verhältnissen in Posen nach Berlin gekommen und hatte hier mit Unterstützung märkischer Adliger eine Privatbank gegründet. Er erwarb den bei Bankiers, Fabrikanten und Kaufleuten sehr begehrten Titel eines “Commerzienraths” und hinterließ ein beträchtliches Vermögen. Seine zwei Söhne Heinrich und Alexander (bedeutender Autographensammler, seine herausragende Sammlung wurde von Stargardt versteigert) übernahmen die Leitung der Bank und führten sie bis zu ihrem Tod 1905 bzw. 1904. Der Sitz der Meyer Cohn’schen Bank befand sich viele Jahre Unter den Linden 11. Die Bank wurde 1906 (nach anderen Quellen 1908) von der Diskonto-Gesellschaft erworben, die später in die Deutsche Bank (Link) eingegliedert wurde.