NEUE HEIMAT in Berlin-Brandenburg

"Neue Heimat" Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft der DAF im Gau Mark Brandenburg, AG

 

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SUPPES Ausgabe- Auflage + Art des Wertpapiers Nenn- Währung Reichsbankschatz
Nr. Datum       Wert   Stücke: Jahr
20.460 ,04.1939 1.250 (Namens-) Aktie 400 RM 1.000 2006
20.461   500 (Namens-) Aktie 1.000 RM 400 2006
20.462 09.1940 1.000 (Namens-) Aktie 1.000 RM 600 2006

Die Gesellschaft

 

Zweck war der Bau und die Betreuung von Kleinwohnungen im eigenen Namen. Das Unternehmen durfte nur die in § 6 Gemeinnützigkeitsverordnung und in den Ausführungsbestimmungen bezeichneten Geschäfte betreiben.

 

Gegründet am 14.03.1924

als                   „Dewog" Deutsche Wohnungsfürsorge A.-G. für Beamte,

                            Angestellte und Arbeiter

ab 29.11.1934: Dewog, Deutsche Wohnungsfürsorge A.-G.

ab 30.07.1938: Deutsche Wohnungsfürsorge Aktiengesellschaft

ab 24,02.1939: „Neue Heimat" Gemeinnützige Wohnungs- und

                           Siedlungsgesellschaft der deutschen Arbeitsfront im Gau Mark

                           Brandenburg, Aktiengesellschaft

 

Großaktionär seit 1939: Treuhandgesellschaft für wirtschaftliche Unternehmungen der DAF m.b.H., Berlin-Wilmersdorf.

 

Die „Neue-Heimat"-Niederlassungen der DAF in den verschiedenen Gauen übernahmen im Jahr 1941 auch die GEHAG-Wohnungen, die außerhalb Berlins lagen; es handelte sich immerhin um ca. 8000 Wohnungen.

  

1986 verkaufte der DGB das gewerkschaftseigene, deutschlandweit tätige Wohnungsunternehmen zum symbolischen Preis von 1,00 DM an den Berliner Bäckerei-Unternehmer Horst Schiesser. Wegen des „Schnäppchenpreises“ für ein derart großes und bekanntes Wohnungsunternehmen mit Immobilienwerten, die ganz sicher größer waren als die Hypothekenbelastungen und nachdem der Sanierungsplan Schiessers von den Banken nicht akzeptiert wurde, kaufte der DGB die Neue Heimat am 12.11.1986 für 1,00 DM wieder zurück. Das Unternehmen wurde schließlich an die verschiedenen Bundesländer verkauft.

 

Das gemeinnützige Wohnungsunternehmen wurde von der Gewerkschaft schließlich an die verschiedenen Bundesländer verkauft. In Berlin war das Unternehmen danach als städtische Gesellschaft lange als „WIR-Wohnen in Berlin" selbständig und gehört seit einigen Jahren zum Konzern der städtischen GEWOBAG.

 

 

Literatur- und Quellennachweis:

Gutowski, Vladimir (verantwortlich für den Inhalt);

Auktionshaus Gutowski GmbH (Hrsg. + Verlag)

verschiedene Auktionskataloge,

SUPPES 2008/09 ff. Bewertungskataloge für Historische Wertpapiere, Deutschland vor / nach1945

SUPPES Special, Übersicht aller im Reichsbank-Schatz vorhandenen Papiere

 

Peus, Dr. Busso (Hrsg.)

Der Reichsbankschatz, Auktionskataloge Nr. 1 bis 5 aus 2003, 2004/2005, 2006, 2008

 

Schäche, Wolfgang (Hrsg.)

Gebr. Mann Verlag, Berlin

75 Jahre GEHAG – 1924-1999