Neue Berliner Grundstücks-Aktiengesellschaft

 

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der Aktiengesellschaft

 

SUPPES Ausgabe- Auflage + Art des Wertpapiers Nenn- Währung Reichsbankschatz  
Nr. Datum       Wert   gefunden Jahr  
  07.1909 20 Namens-Aktie 2.000 Mark 15 2008  
20.432   480 umgew. in Vorzugs-A    275 2006 Abb.
                   

Ursprünglich wurden 500 Stamm (Namens-) Aktien ausgegeben. Im Jahr 1908 wurden gegen Zuzahlung von 1.000 Mark 480 Aktien in eine Vorzugsaktie umgewandelt. 275 dieser Vorzugsaktien wurden im Jahr 2006 von „Peuss“ (Reichsbankschatz) versteigert; im Jahr 2006 wurden 15 der Papiere versteigert, die nicht umgestellt wurden. Von den Vorzugsaktien ohne "Entwertung Reichsbankschatz" soll es weniger als 5 Stücke geben.

 

 

 

Die Gesellschaft:  

 

Die Gesellschaft wurde am 19.10.1904 u.a. von der

          Allgemeine Häuserbau Aktiengesellschaft sowie der

          Grundstücks-Aktiengesellschaft   

gegründet.

 

Zweck war der Erwerb und die Veräußerung von Grundstücken und der Betrieb aller damit zusammenhängenden Rechtsgeschäfte.

  

Die Gesellschaft erwarb die südlich der Levetzowstraße in Berlin-Mitte (OT Moabit) knapp 5 ha Bauland - nämlich die Spiekermannschen und Richterschen Grundstücke, die ehemaligen Judenwiesen. Die Grundstücke wurden parzellenweise verkauft.

  

Der eigentliche Gutshof von Ferdinand Spieckermann mit 400 Morgen (rd. 100 Hektar !!) Land lag an der Schönhauser Allee.

 

Auch die „Neues Hansaviertel Terrain-Aktien-Gesellschaft" war im selben Gebiet tätig – allerdings vor der „Neue Berliner Grundstücks-AG". Sie hat sich noch (nach ihrer Liquidation im Jahr 1904) an der neuen Gesellschaft beteiligt, um einige Grundstücke besser arrondieren zu können.

 

Dividenden haben die Aktionäre nie erhalten – allerdings war anscheinend von vornherein vorgesehen, dass die Gesellschaft aufgelöst wird, wenn die Vorzugs-Aktien auf je 1.000 Mark amortisiert waren. Auf die Vorzugsaktien sollten aus dem Reingewinn und im Falle einer Liquidation aus der Liquidationsmasse vorweg eine Rückzahlung von 175 % auf den Reingewinn geleistet werden. Erst dann sollten die verbliebenen 20 Stamm-Aktien ausgezahlt werden. Die Aktionäre der Stamm-Aktien gingen letztlich leer aus. Auf den Papieren dieser Aktien sind somit auch keine Liquidationsraten ausgewiesen.

 

In der Hauptversammlung vom 07.10.1924 wurde die Gesellschaft aufgelöst und trat damit in Abwicklung. Die Gesellschaft befand sich seitdem in Liquidation und wurde im Aktienahndbuch von 1943 immer noch aufgeführt.

 

Liquidationsraten:

 

       1.             5,00     RM                6.  70,00              RM     11.           65,00     RM

       2.           50,00     RM                7.  60,00              RM     12.           45,00     RM

       3.           65,00     RM                8.  30,00              RM     13.           20,00     RM

       4.           50,00     RM                9.  40,00              RM     14.           20,00     RM

       5.           65,00      RM              10.  45,00              RM     15.           60,00     RM

                   235,00     RM                   480,00              RM                    690,00    RM

 

 

Literatur- und Quellennachweis:

  

Behrendt, Otto

Verein für die Geschichte Berlins e.V.

Büttner-Spiekermann

 

Bogon, Winfried

(digitaler Reprint November 2005, 2008 - Verlag für digitale Publikationen)

Handbuch der Deutschen Aktiengesellschaften, 1914/15 + 1925 + 1932 + 1943

 

Gutowski, Vladimir (verantwortlich für den Inhalt);

Auktionshaus Gutowski GmbH (Hrsg. + Verlag)

verschiedene Auktionskataloge,

SUPPES 2008/09 ff. Bewertungskataloge für Historische Wertpapiere, Deutschland vor / nach1945

SUPPES Special, Übersicht aller im Reichsbank-Schatz vorhandenen Papiere

 

Schmidt, Peter W.

Jaron Verlag

Tiergarten in historischen Postkarten