Gladbacher Aktien-Baugesellschaft

 

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                "Ende der Gemeinnützigkeit"


SUPPES Ausgabe- Auflage + Art des Wertpapiers Nenn- Währung Reichsbankschatz
Nr. Datum       Wert   versteig. Jahr
13.053 15.04.1870 1.100 Namens-Actie 100 Thaler 58 2008
13.054 02.01.1873   Namensaktie 100 Thaler 46 2008
13.055 10.05.1876   Aktie   100 Thaler 57 2008
13.056     Namensaktie 100 Thaler    
13.057 09.11.1936 1.100 (Namens-) Aktie 300 RM 12 2008
                 
3.384 05.1954 1.100 Namens-Aktie 300 DM    
                 

 

 

Emission vom 09.11.1936

 

 

Emission aus 1954 - Die Namens-Aktie trägt auf der Rückseite drei Übertragungsvermerke (offensichtlich wurde die Aktie innerhalb einer Familie weitervererbt), der letzte Übertragungsvermerk ist der an die Württembergische Cattunmanufactur AG, die spätere WCM AG, vom 19.12.1990.

 

 

Die Gesellschaft

 

Zweck war der An- und Verkauf von Immobilien, Bau von Häusern, Vermietung oder Ankauf derselben unter den Verhältn. der Käufer angepassten, erleichternden Bedingungen.

 

Im Jahre 1868 gründeten Gladbacher und Rheydter Fabrikanten eine Baugesellschaft, um ihren Arbeitern einen Hausbesitz zu ermöglichen. Denn sie konnten mit ihrem Kapital eine niedrigere Verzinsung ermöglichen. Bis zum 1. Weltkrieg hatte die Gesellschaft 908 Häuser erbaut, wovon 862 für 4.300.982 Mark verkauft wurden; das war im Schnitt knapp 5.000 Mark je Haus. Die „normalen“ Arbeiter konnten ein solches Haus nicht finanzieren. Somit lebten in den Häusern nur Werkmeister, Vorarbeiter und höhere Beamte. Die jährliche Belastung von 300 M. war einfach zuviel für die einfachen Arbeiter und so mussten sie dort bleiben wo sie waren. Neben dem Bau von Einfamilienhäusern hat die Gesellschaft ein Volkskaffeehaus betrieben und Mietshäuser errichtet.

Die Gladbacher Aktien-Baugesellschaft ist eines der ältesten, deutschen Wohnungsbauunternehmen überhaupt, und wurde nach Wegfall der Gemeinnützigkeit im Jahre 1991 von der WCM AG inklusive ihres Wohnungsbestandes von ca. 6700 Wohnungen übernommen – mit stillen Reserven von mehreren 100 Mio. DM. Davor erwarb sie noch die Odenkirchener Aktienbaugesellschaft, Rheydt-Odenkirchen.

 

Literatur- und Quellennachweis:

 

Bogon, Winfried

(digitaler Reprint November 2005, 2008 - Verlag für digitale Publikationen)

Handbuch der Deutschen Aktiengesellschaften, 1914/15 + 1925 + 1932 + 1943

 

Gutowski, Vladimir (verantwortlich für den Inhalt);

Auktionshaus Gutowski GmbH (Hrsg. + Verlag)

verschiedene Auktionskataloge,

SUPPES 2008/09 ff. Bewertungskataloge für Historische Wertpapiere, Deutschland vor / nach1945

SUPPES Special, Übersicht aller im Reichsbank-Schatz vorhandenen Papiere