Galeries Lafayette Aktiengesellschaft Berlin

Berlin-Westen Grundstücks-Aktiengesellschaft

Berliner Aktiengesellschaft für Industriebeteiligungen

 

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SUPPES Ausgabe- Auflage + Art des Wertpapiers Nenn- Währung Reichsbankschatz  
Nr. Datum       Wert   gefunden Jahr  
                   
11.579 07.1928 30.000 Genussscheine     12.000 2003 Abb.
11.580 07.1928 15.000 Aktien   1.000 RM 1.000 2003 Abb.
                   
4.288 10.1938 1.000 Aktien   200 RM 53 2008 Abb.
      Aktien-Muster         Abb.
                   

Die Gesellschaft

 

Die Gesellschaft wurde am 05.05.1928 gegründet.

 

Zweck war die unmittelbare oder mittelbare Verwertung und Verwaltung von Grundstücken, insbesondere im Berliner Westen sowie die Erledigung einschlägiger oder verwandter Aufgaben. Die Grundstücks-Interessen der Gesellschaft liegen am Potsdamer Platz und in der Tauentzienstraße in Berlin.

 

Bis 25.04.1931              Galeries Lafayette Aktiengesellschaft

bis 31 10.1942              Berlin-Westen Grundstücks-Aktiengesellschaft

danach                            Berliner Aktiengesellschaft für Industriebeteiligungen

 

Die Gesellschaft hatte ihren Sitz am Potsdamer Platz 1 (Columbushaus, Zimmer 601).

 

Die Gesellschaft besaß die Aktienmehrheit von zwei Gesellschaften:

 

Bellevue-Immobilien AG in Berlin, die das „Columbushaus“ am Potsdamer Platz in Berlin errichtet hatte (Link) - sowie der

 

Märkischen Bau- und Grundstücks-Verwertungs AG in Berlin, die den Grundstückskomplex Nürnberger Straße an der Tauentzienstraße verwaltete. Nachdem die beabsichtigte Erbauung eines Warenhauses nicht zur Ausführung kommen konnte, wurde im Oktober 1930 mit den Bauarbeiten zur Errichtung eines Bürohauses zwischen Tauentzienpalast und Feminahaus begonnen.

 

Hier entstand das Ballhaus FEMINA - mit 4 Orchestern, 3 Tanzparketts für 1.500 Tanzende, Saal-Rohrpost, "Postillon d´Amour" und Telefon von Tisch zu Tisch.

 

1937 wurde die Beteiligung an der Femina Gaststätten Nürnberger Strasse 50 – 52 m.b.H. verkauft.

 

1938 verkauft die Gesellschaft das Erbbaurecht Nürnberger Straße 50 – 55 und das Eigentumsgrundstück Nürnberger Straße 56 mit dem Haus „Nürnberg“ an das Deutsche Reich, Reichsmonopolverwaltung für Branntwein zu einem den Buchwert übersteigenden Preis. Nach dem Krieg, bis Mitte der 1990er Jahre hatte hier die Senatsverwaltung für Finanzen ihr Domizil.

 

Der Pachtvertrag über den Tauentzienpalast wurde aufgelöst, weil das Grundstück 1938 an die Firma Woolworth & Co. GmbH verkauft wurde.

 

 

Literatur- und Quellennachweis

Bogon, Winfried

(digitaler Reprint November 2005, 2008 - Verlag für digitale Publikationen)

Handbuch der Deutschen Aktiengesellschaften, 1914/15 + 1925 + 1932 + 1943

 

Gutowski, Vladimir (verantwortlich für den Inhalt);

Auktionshaus Gutowski GmbH (Hrsg. + Verlag)

verschiedene Auktionskataloge,

SUPPES 2008/09 ff. Bewertungskataloge für Historische Wertpapiere, Deutschland vor / nach1945

SUPPES Special, Übersicht aller im Reichsbank-Schatz vorhandenen Papiere

 

Täubrich, Hans-Christian

Heinrich Hugendubel Verlag, München 1990

ZuGast im alten Berlin