Terraingesellschaft Berlin-Nordost zu Berlin

 

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SUPPES Ausgabe- Auflage + Art des Wertpapiers Nenn- Währung Reichsbankschatz  
Nr. Datum       Wert   versteig. Jahr  
26.481 13.01.1896 2.100 Actien   1.000 Mark 100 2006 Abb.
26.482 03.1914 700 Aktien )1 1.000 Mark 7 2008 Abb.
26.483 05.1922 1.400 Aktien   1.000 Mark 40 2008 Abb.
                   
                   

)1       Für die Anlegung von Straßen wurden im Jahre 1914 weitere 700 Aktien  ausgegeben.

 

 

Emissionen vom 13.01.1896 sowie

aus 03.1914 und 05.1922

 

Die Gesellschaft

Die Gesellschaft wurde 06.11.1895 gegründet.

Zweck war der Erwerb, die Verwaltung und Verwertung von Grundstücken und Gebäuden, insbesondere eines Bauterrains von 255.966 m² zwischen der Landsberger Allee / Oderbruchstraße und der Kniperode Straße nahe dem Ringbahnhof Landsberger Allee in Berlin, erworben von Wilhelm Wolff und Carl Hoffmann für 1.979.120 Mark.

 

In den ersten Jahren geschah so gut wie nichts, da die Stadt Berlin mit ihren Bebauungsplänen in Verzug war; die Verhandlungen mit der Stadt über die zulässige Bebauung zogen sich über 15 Jahre hin. Erst 1911/12 wurden die Terrains durch Grundstückstäusche im Norden mit der Stadtgemeinde Berlin und im Süden mit der St. Georgen-Kirchengemeinde zweckmäßig arrondiert. Nachdem die Bebauungspläne aber 1910 beschlossen waren, gingen die Erschließungsarbeiten zügig voran. Nach der Berliner Bauordnung durfte das Terrain mit 5-stöckigen Wohnhäusern bebaut werden, darunter 41 Eckhäuser. 1913/14 wurde Kanalisation sowie Gas- und Wasserleitungen auf fünf Baublocks der östlichen Hälfte gelegt und mit Asphaltierung der neu anzulegenden Straßen begonnen. Bis 1922 konnte fast alles verkauft werden.

 

Hohe Zahlungen für die Ruhr-Abgabe und irrwitzige Forderungen der Stadt Berlin aus dem Regulierungsvertrag von 1910 führten am Ende zu einer Überschuldung der Gesellschaft. Das Fatale war außerdem, dass der Erlös in "Reichs-Schatzwechseln" angelegt wurde - die waren 1924 wertlos.

 

Seit 1912 erfolgten keine Ausschüttungen mehr an die Aktionäre. Am 18.05.1923 beschloss die Gesellschaft die Auflösung und trat in Liquidation; 1925 im Handelsregister gelöscht.

 

 

Die Rhein-Ruhr-Abgabe (Gesetz über die Erhebung einer außerordentlichen Abgabe aus Anlass der Ruhrbesetzung) war ein im Deutschen Reich nach dem französischen Einmarsch in das Ruhrgebiet 1923/24 erhobener Zuschlag zur Einkommen-, Körperschaft- und Kraftfahrzeugsteuer.

 

Literatur- und Quellennachweis

Benecke & Rehse, Aktien-Gesellschaft für Historische Wertpapiere, Wertpapierantiquariat

 

Bogon, Winfried

(digitaler Reprint November 2005, 2008 - Verlag für digitale Publikationen)

Handbuch der Deutschen Aktiengesellschaften, 1914/15 + 1925 + 1932 + 1943

 

Gutowski, Vladimir (verantwortlich für den Inhalt);

Auktionshaus Gutowski GmbH (Hrsg. + Verlag)

verschiedene Auktionskataloge,

SUPPES 2008/09 ff. Bewertungskataloge für Historische Wertpapiere, Deutschland vor / nach1945

SUPPES Special, Übersicht aller im Reichsbank-Schatz vorhandenen Papiere

 

Peus, Dr. Busso (Hrsg.)

Der Reichsbankschatz, Auktionskataloge Nr. 1 bis 5 aus 2003, 2004/2005, 2006, 2008

 

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