VEB Kommunale Wohnungsverwaltung Berlin-Lichtenberg

Die Obligation mit einem äußerst hohen Nennwert wurde von der VEB Kommunale Wohnungsverwaltung Freital (Link) gezeichnet. Diese hat wiederum eigene Obligationen für Bauvorhaben im Landkreis an ihre Kunden gegeben.

 

Anscheinend mussten die verschiedenen Landkreise in der DDR den Wohnungsbau in IHRER Hauptstadt Berlin nicht nur mit Handwerkern und Baumaterialen für die Plattenbauten sondern auch mit viel Geld für die Errichtung dieser Gebäude unterstützen. Allerdings - 4 % Zinsen waren ja auch nicht zu verachten.

 

Noch im Jahre 1987, zwei Jahre vor der Wende gab die VEB KWV Lichtenberg eine 35-Seitige Broschüre mit vielen zusätzlichen Abbildungen heraus, in der der „massenverbundene, bürgerwirksame Arbeitsstil [als] wichtigste Gewähr des Erfolges“ (Genosse Erich Honecker) dargestellt wurde.

Wer würde dem widersprechen?

Auf Grund der Gesetze

vom 09.01.1958 über die Finanzierung des volkseigenen Wohnungsbaues bzw.

vom 09.12.1959 über die Finanzierung des Neubaus von staatlichen Einrichtungen für die gesundheitliche, soziale und kulturelle Betreuung der Bevölkerung

wurden einige Jahre lang an Geldanleger in der ganzen DDR durch Vermittlung der örtlichen Sparkassen Obligationen der jeweiligen Kommunalen Wohnungsverwaltungen (KWV) ausgegeben.

 

Die Papiere sind bis 1964 (wie in der damaligen BRD = Westdeutschland) ausgestellt auf DM, in der damaligen DDR aber: Deutsche Mark der Deutschen Notenbank; erst seit Mitte 1964 wurde die Währungsbezeichnung auf MDN = Mark der Deutschen Notenbank umgestellt.