Demokrit Grundstücks-Verwertungs-Aktiengesellschaft zu Berlin

 

 

Mit dem folgenden Link finden Sie

- verschiedene Stadt- und Lagepläne, weitere Bilder der Gesellschaft

 

SUPPES Ausgabe- Auflage + Art des Wertpapiers Nenn- Währung Reichsbankschatz  
Nr. Datum       Wert   gefunden Jahr  
7.173 01.1925 250 Aktien   200 RM 240 2006 Abb.
                   

Die Gesellschaft:

 

Gründung der Gesellschaft am 03.11.1922

 

Zweck war der Ankauf und die Verwertung eines in Groß-Berlin belegenen Grundstücks.

 

Im Handbuch der deutschen AG ist die Lage des Grundstücks nicht angegeben. Der Sitz der Gesellschaft war in Berlin SW 11 (Stadtpost Anhalter Bahnhof), Königgrätzerstr. 72. In der Bilanz per 1924 ist lediglich ein „Haus-K.“ mit 111.000,-- Mark aktiviert. Wahrscheinlich das Gebäude in der Königgrätzer Straße 72.

 

In den Jahren 1924 bis 1931 wurden keine Dividenden ausgezahlt. Für das Jahr 1931 wurden „Dubiose Abschr.“ In Höhe 100.000,-- RM bilanziert. Was immer das zu bedeuten hatte. Im Aktienhandbuch von 1943 ist die Gesellschaft nicht mehr aufgeführt.

 

Unter der selben Anschrift hatte die Emil Heinicke AG (Link) ihren Geschäftssitz.

 

Die Königgrätzer Straße: innerhalb der Stadtmauer führten ursprünglich Kommunikationswege (s.u.) entlang, so die Brandenburgische, Potsdamer oder Anhaltinische Kommunikation, die sich über Mitte, Tiergarten und Kreuzberg erstreckten. Nach dem Fortfall der Stadtmauer wurden die Kommunikationen zusammen mit den ehemals außerhalb der Stadtmauer gelegenen Straßen zur Königgrätzer Straße zusammengefasst.

 

Die Königgrätzer Straße führte ursprünglich vom Potsdamer Platz / Potsdamer Bahnhof bis zum Landwehrkanal / Hallesches Tor

1915 wurde ein Teil des nördlichen Potsdamer Platzes als Budapester Straße abgetrennt,

1930 erhielt die Königgrätzer Straße den Namen Stresemannstraße und

1935 den Namen Saarlandstraße.

Der Name Königgrätzer Straße blieb jedoch für die Häuser Nr. 71 – 75 a bis 19.12.1936 erhalten, danach wurden diese dem Halleschen Ufer als Nr. 2 – 12 zugeschlagen.

 

Die Königgrätzer Straße wurde benannt nach der Schlacht bei Königgrätz, heute Hradec Kralové in Tschechien.

 

Die Straße wurde nach dem Krieg wieder in Stresemannstraße umbenannt. Im 2. Weltkrieg wurde das Gebiet weitgehend zerstört. Am südlichen Ende der Stresemannstraße steht heut die SPD-Zentrale. Die Wilhelmstraße wurde in diesem Bereich begradigt. Auf dem Areal der ehemaligen Königgrätzer Straße 71-75 steht heut ein Bürogebäude der AOK.

 

 

Weitere Informationen:

 

Kommunikation (hier: Wehranlage)

Eine Kommunikation (von franz. voie de communication, Verbindungsweg) ist im frühneuzeitlichen Festungsbau ein „gedeckter Weg“, der verschiedene Befestigungswerke einer Festung miteinander verbindet. „Gedeckt“ heißt, ein Weg, der nicht vom Feind eingesehen und damit direkt beschossen werden konnte (beispielsweise indem er auf beiden Seiten von einem Wall geschützt wurde). Zu den Kommunikationen zählt auch der (immer so genannte) Gedeckte Weg. der zwischen dem Festungsgraben und der Glacis die gesamte Festung umgibt. Kommunikationen im engeren Sinn aber werden vor allem die „gedeckten Wege“ zu den vorgeschobenen Festungswerke bezeichnet, die auf beiden Seiten von einem niederen Wall, einer Brustwehr und einer eigenen Glacis begleitet werden. Häufig werden allerdings auch die Verbindungswege innerhalb von Festungen.... als Kommunikation bezeichnet.

Die geschützten Kommunikationen dienten vor allem dazu, um den Verteidigern der Festung eine sichere und schnelle Passage zwischen den einzelnen Teilen der Festung zu ermöglichen oder das für die Verteidigung benötigte Material rasch transportieren zu können.

In Alt-Berlin (Berlin-Mitte) gab es mehrere dieser Wege, die einen Zusatz nach ihrer Richtung trugen wie Anhaltsche Kommunication, Brandenburger Kommunikation, Communication am Neuen Thore, Communikation zwischen dem Prenzlauer und Schönhauser Thore, Communication hinter der Frankfurter Straße, Communication zwischen dem Stralauer und Frankfurter Thore, Communication am Landsberger Tor oder auch Communicationsweg und gleichzeitig die Adresse von Einwohnern waren.

 

Demokrit (460 – 370 v. Chr.) war ein antiker griechischer Philosoph. Er gehört zu den Vorsokratikern und gilt als letzter großer Naturphilosoph. Demokrit war ein Schüler des Leukipp und lebte und lehrte in seiner Heimatstadt Abdera.

 

Literatur- und Quellennachweis

 

Gutowski, Vladimir (verantwortlich für den Inhalt);

Auktionshaus Gutowski GmbH (Hrsg. + Verlag)

verschiedene Auktionskataloge,

SUPPES 2008/09 ff. Bewertungskataloge für Historische Wertpapiere, Deutschland vor / nach1945

SUPPES Special, Übersicht aller im Reichsbank-Schatz vorhandenen Papiere

 

Lais, Sylvia / Hans-Jürgen Mende (Hrsg.)

Haude & Spenersche Verlagsbuchhandlung GmbH / Luisenstädtischer Bildungsverein e.V.

Lexikon Berliner Straßennamen

 

Wikipedia