Berlin-Wilmersdorfer Terrain-Gesellschaft

 

 

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Die Gesellschaft

Die Gesellschaft wurde am 27.05.1889 gegründet. Zweck war der Erwerb und die Verwaltung von 453.658 m² oder rund 177 Morgen 122,4 Ruthen zwischen Wilmersdorf und dem Kurfürstendamm. Die Grundstücke wurden für 6.006.000 Mark in Actien und 149 Mark in bar von der Coburg-Gothaischen Credit-Gesellschaft in Coburg, Ende & Boeckmann und dem Baurath Wilhelm Boeckmann in die Gesellschaft eingebracht. Die Actien wurden im Juli 1889 zu einem Kurs von immerhin 125,5 % zur Subscription gestellt und an der Berliner Börse eingeführt.

 

Das 45 Hektar große Terrain erstreckte  sich von der Lietzenburger Straße wie ein langes Handtuch bis zur Güntzelstraße. Die Gesellschaft legte mehr als ein halbes Dutzend Straßen an, wie beispielsweise die Pfalzburger Straße oder die Holsteinische Straße. Die Straßenfronten sollten eine Länge von über 8.000 Meter haben. Allein die Kosten für die Straßenregulierung und die Anschlusskosten für Wasser waren mit knap 650 T Mark veranschlagt

 

Der Verkauf der Baugrundstücke und Häuser, insbesondere der Villen, verlief gewinnbringend, da entlang der Uhlandstraße eine Straßenbahnlinie zum Stadtbahnhof Zoologischer Garten errichtet und im April 1891 eröffnet wurde.

 

Bereits 1893 wurde nach erfolgreichem Geschäftsverlauf die Liquidation beschlossen. Diese zog sich bis 1903 hin. Bis zum Ende der Liquidation in 1903 wurden insgesamt 1.813 Mark ausgeschüttet – zusätzlich zu den Dividenden, die bis 1894 gezahlt wurden, augenscheinlich keine schlechte Anlage.

 

Literatur- und Quellennachweis

Pharus-Pläne, Nachdrucke

Scharnhorststraße 25, 10115 Berlin – Webseite www.pharus.eu